Vereinsmitteilung Dezember 2022:

Die alljährliche Radtour des WWV war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Bei bestem Waller Wetter haben knapp 30 SportskameradInnen an der Tour teilgenommen. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und dreifachen „Quack“, ging es für die Waller Frösche am Waller See entlang durch den Waller Grünzug bis an die Ritterhuder Brücke. Von dort waren es nur noch ein paar Meter bis zu unserem ersten Halt bei Locke. Die Tore der Bootshalle wurden für die Mitglieder des WWVs geöffnet und wir konnten uns einige „Schätzchen“ ansehen. Die Technikbegeisterten aus der Runde fanden sich schnell in Fachgesprächen wieder, aber der von unserm Sportwart Uwe ausgearbeitete Zeitplan drängte zur Weiterreise. Nach erneuten Zwischenstopp in Dammsiel, und mit auflaufend Wasser 😉 , fand sich die Gruppe zur zünftig leckeren ungarischen Gulaschsuppe bei Konny in der Pusta Stube ein. Nach dem kurzweiligen Aufenthalt ging es dann wieder zurück ins Bremer Stadtgebiet. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Locke und Uwe für diesen schönen Ausflug ins blaue Blockland.
Da nächste Highlight folgt mit unserem Nikolauspaddeln am 10. Dezember und dem Adventstreffen am 23. Dezember. Dazu mehr beim nächsten Mal.
An der Lesum hat nun die allgemeine Winterruhe begonnen. Wir treffen uns aber dieses Jahr wieder zum Adventskaffee. Dieser Termin ist um einen Tag verschoben, damit auch alle die Möglichkeit haben, am Nikolauspaddeln teilzunehmen. Das Adventskaffee findet am 11.12.22 um 15.30 Uhr im Clubhaus Lesum statt. Wir freuen uns schon auf die zahlreichen Kuchenspenden und einem gemütlichen Nachmittag zum Klönen. Herzliche Glückwünsche gehen an Rolf Röper, der diesen Monat seinen 60. Geburtstag feiert. Alles Gute für Dich. Das Jahr geht nun dem Ende entgegen und wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden eine schöne Adventszeit, schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. (A.D., H.K.)

Vereinsmitteilung November 2022:

Das war sie nun, die Bootssaison 2022. Die Boote ruhen nun wieder trocken unter ihren Laken in der Halle. Das Einlagern der Boote und der Anlage fanden ja bereits im Oktober statt. Wir erinnern uns an eine tolle Bootssaison 22.
Das Wetter in diesem Sommer meinte es ja mehr als gut mit uns. Viele schöne Sonnentage, Wochendtörns und Urlaubsfahrten bleiben uns in Erinnerung.
Stolz blicken wir auf unsere neu gemachte Slipbahn an der Halle.
Ja und viele schauen schon auf den nächsten Saisonstart, mit bereits fest verplanten Terminen. Andere wiederum blicken erstmal auf eine sportliche Wintersaison mit einigen Arbeiten an Bord 😉
Das Ende der Saison steht auch am Fleet vor der Tür. Das rauere Wetter hatte bereits das Abschlusspaddeln von Oldenburg nach Walle verlegt. Dennoch gab es eine Menge Spaß und viel Gesprächsstoff.
Wir hoffen auf Waller Wetter und gute Beteiligung beim Einlagern, aber das liegt beim Lesen dieser Zeilen ja bereits in der Vergangenheit.
In die Zukunft gesehen freuen wir uns auf unser, über die Grenzen Walles bekannte, Nicolauspaddeln am 10.12. Unsere jährliche Radtour findet am 05.11.statt. Start ist am Bootshaus Fleet.
Ein entsprechender Aushang hängt dann am schwarzen Brett. (A.D., H.K.)

Vereinsmitteilung Oktober 2022:

Moin liebe Mitglieder,
jetzt lässt sich das Ende der Saison 2022 nicht mehr ignorieren. Im September überschlugen sich noch schnell alle möglichen Veranstaltungen und Termine, so das der Monat noch mindestens 4 weitere Wochenenden gebraucht hätte. Nun kehrt allmählich Ruhe ein und die Wochenenden zum Boot fahren im Oktober sind wie üblich überschaubar. Auch was die Arbeitsdienste bei uns an der Lesum anbelangt, ist das meiste vorbei. Nur noch ein paar Schubkarren voll Beton auf die frisch sanierte Slipbahn und dann ist hier auch alles fertig ( Stand 14.9.) Die Slipbahn hatte uns dieses Jahr eine Menge abverlangt, nach Feierabend in der Woche wurde daran gearbeitet, auch ein paar Samstage waren recht schweisstreibend statt Boot fahrend von vielen verbracht worden. Wir danken allen fleissigen Vereinsmitgliedern die sich daran beteiligt hatten, vor allem auch denen, die an den Samstagen unermüdlich dabei waren. Das war alles nicht so leicht und es gab sicherlich auch hier und da mal Frust von den Liebsten. Unser besonderer Dank gilt unserem Vorsitzendenden Jan, der alles geplant, vorbereitet und jedes Mal voll mit angepackt hatte.
Ab 21.10. werden dann auch schon an der Lesum die Boote eingelagert und ab 27.10. folgt dann die Anlage. Näheres dann wie üblich von euren Arbeitsdienstleitern. 
Zu guter Letzt gratulieren wir Wolfgang Philippi ganz herzlich zum 80. Geburtstag. Alles Gute, Gesundheit und Glück für Dich zum neuen Lebensjahr.
Am Fleet nähert sich das Saisonende. Alle Boote sind wohlbehalten von ihren Ausreisen zurück gekommen und die ersten Vorbereitungen für das Einlagern am 29. Oktober werden getroffen.
Wir bitten alle Mitglieder sich am Einlagern zu beteiligen und im Vorfeld schon mal alle offenen Arbeitsstunden und die technischen und logistischen Voraussetzungen zum Termin zu klären.
Gelegenheit bietet sich dabei bei unserem Abschippern am 30. September oder auf der endlich wieder statt findenden Freimarktsregatta am 03. Oktober in Warturm. Nachträglich möchten wir Franzi und Nils zur Geburt ihrer Tochter und Angelika und Werner zum Geburtstag gratulieren. Wir freuen uns schon auf unsere gemeinsame Radtour Anfang November. (A.D., H.K.)

Artikel im Weserkurier zur 100 Jahr Feier:

Ein nostalgischer Hauch von Jetset der 1960er-Jahre weht durch die Halle. Doch nicht für Rimini oder Saint-Tropez wurden die schicken kleinen Motorjachten mit ihren Decks aus hochglanzlackiertem honigfarbenen Mahagoni gemacht. Sie wurden in Bremen gebaut und tuckern meist gemütlich die Flüsschen und Kanäle der Stadt und der Region entlang. An den Steuerrudern sitzen Frösche. So nennen sich die rund 100 Mitglieder des Waller Wassersport-Vereins, der in diesem Monat sein 100-jähriges Bestehen feiert – im gebotenen kleineren Kreis. Viel lieber hätte man viel mehr Gäste auf die große Vereinwiese am Waller Fleet eingeladen und ihnen das Waller Frosch-Paradies gezeigt – damit sie möglichst viele davon Lust bekommen, selbst zum Frosch zu werden.
Für Aufsehen sorgen die liebevoll restaurierten Oldtimer an den hanseatischen Küsten allemal. „Die Leute gucken immer“, sagt Klaus Windhorst, Frosch seit mehr als 50 Jahren, und stolzer Besitzer eines picobello gepflegten Wellenbinders, der vor rund 60 Jahren in der Aumunder Werft von Nikolaus Meyer entstand. Es ist ein kleiner Traum von einem Boot, den sich der 69-jährige erfüllt hat. In einem Fahrzeug dieses Typs ging es in seiner Kindheit die Weser hinauf Richtung Vegesack, um nach fast dreistündiger Reise am Ritzenbütteler Sand anzulegen. Mit an Bord war nicht nur die vierköpfige Familie Windhorst, sondern auch alles, was man für einen Campingurlaub brauchte. Die Kreuzfahrt der kleinen Leute, „das war immer ein richtiges Abenteuer“, sagt der Kapitän, der in der Waller Feldmark aufgewachsen ist. Er erzählt, dass er schon als kleiner Pöks sonntags auf der Brücke am Fährwiesenweg stand, und die heimkehrenden Boote erwartete. „Für uns Kinder war das immer spannend“, erinnert sich der langjährige Vereinsvorsitzende.
Der „Wassersportverein Waller Fleet“ wurde am 21. August 1921 in der ansässigen Gaststätte Becker gegründet, heißt es in der Vereinschronik. Die neun Gründungsmitglieder waren Handwerker, Arbeiter und kleine Beamte aus dem Stadtteil. Schon wenige Wochen später besaß der Verein ein eigenes Bootshaus. Die Holzbaracke, so erzählen es die Annalen, war einer Siedlergemeinschaft aus dem Teufelsmoor abgekauft, und von den Mitgliedern abgebrochen, auf Pontons verladen, übers Wasser transportiert, und auf einem Schuttabladeplatz etwa in Höhe Akazienweg wieder aufgebaut worden. Der Frosch wurde schnell zur liebevollen Selbstbezeichnung und zum Wappentier des Vereins, weil die grünen Amphibien am Fleet außerordentlich zahlreich und lautstark auftraten. Innerhalb weniger Jahre überstieg die Mitgliederzahl die Hundertermarke. Doch es dauerte nur wenige Stunden, bis der Verein wieder alles verlor. Nach den Bombenangriffen vom 8. August 1944 waren vom Wassersportverein Waller Fleet nur noch zwei Bombentrichter, etliche Phosphorkanister und verkohlte Bootskörper übrig geblieben.
Die Frösche spuckten in die Hände und begannen mit dem Wiederaufbau ihres Vereins, der sich 1948 mit der Wassersportabteilung des TuS Walle zusammenschloss, und fortan unter dem Namen Waller Wassersport-Verein auftrat. Nach anderthalbjähriger eigenhändiger Arbeit konnte im August 1953 das 600 Quadratmeter große neue Bootshaus an seinem jetzigen Standort am Wiesenweg 1 eingeweiht werden. Der Klubraum dient seit 1968 als Wohnzimmer und Festsaal, die große Außenanlage ist der gemeinsamer Garten für die Vereinsmitglieder. Zum 10.000 Quadratmeter großen Grundstück gehörte auch eine Schafweide. Sie wurde 1963 in Parzellen aufgeteilt, die bis heute von älteren Vereinsmitgliedern bewirtschaftet werden. 1978 wurde auf einem Grundstück an der Lesum ein zweites Bootshaus mit Klubhaus eingeweiht, für das der Vorsitzende Jens Philippi zuständig ist.
In der Halle am Fleet und im kleinen angrenzenden kleinen Hafen liegen die Kanus, Kajaks, Motor- und Segelboote der Mitglieder, sofern sie nicht gerade privat oder in der Gruppe unterwegs sind auf Freizeitfahrten, Gruppentouren oder Regatten. Das älteste Vereinsmitglied ist noch mit Mitte 80 im Motorboot aktiv, den 80. Geburtstag überschritten hat auch das Ehepaar, das sich regelmäßig mit Paddeltouren fit hält, erzählt Windhorst. Mit den jungen Fröschen sei es aber so eine Sache, sagt Heiko Kierholz, der die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins verantwortet. „Der Nachwuchs hat den Wassersport nicht so auf dem Zettel.“ Dabei habe doch gerade die Pandemie gezeigt, wie wertvoll die Bewegung an der frischen Luft und der Aufenthalt in der Natur sei, und hier liege der umweltschonende Urlaub quasi vor der Haustür. „Es ist einfach schön hier. Die Ruhe auf dem Wasser ist Erholung pur“, schwärmt der gebürtige Düsseldorfer, der den Wassersport zu Studentenzeiten für sich entdeckt hat. „Unterwegs gibt es immer so viel zu beobachten. Man sieht die Welt aus einer ganz anderen Perspektive. Und Abenteuer kann man auch hier erleben.“ (Anke Velten)

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