Presse

Vereinsmitteilung Oktober 2021:

Hundert Jahr, grünes Haar, so stand er vor mir (Oder wie hatte Udo das gesungen?)
Es ist geschafft, der Waller Frosch hat sein 100. Lebensjahr vollendet. Es war eine schöne Feier am 21.8. Leider wegen Corona nur im kleinen Kreis. Gerne hätten wir mit allen befreundeten Vereinen gefeiert, aber es war uns nicht vergönnt. ( Das böse „C“)
Los ging es schon am Morgen um 11.00 Uhr. Der Vorstand empfing Frau Senatorin Stahmann, Herrn Kollert vom FSB, Herr Vroom vom LSB und Frau Pala vom Ortsamt West, sowie einige Vertreter befreundeter Wassersportvereine.
Wir danken dem Ressort der Senatorin für die großzügige Spende und Dank an all die anderen für ihre tollen Geschenke. Es war ein gelungener Vormittag in einem blitzsauberen Clubraum (Die Farbe des Fussbodenbelages kannte ich so noch nicht 😉 und einer schön dekorierten Aussenanlage. Ja und das Waller Wetter war auch wieder auf unserer Seite.
Ab Nachmittag startete das dann das „Spanferkel Open Air“ mit Spanferkel satt, Musik, Tanz und fässerweise guter Laune. Es sei hier noch erwähnt, das es zu diesem Fest auch ein „Dreikönigstreffen“ gab. Die Eminenzen Froschkönig vom WWV, der „Könich von Walle“ inkognito als DJ und der König der „König“- Sammler gaben sich gleichzeitig die Ehre. Diese Feier wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Ein großes Dankeschön an das Festkommitee und die vielen Helfer. Das habt ihr alles prima hinbekommen.
Wer aber nun glaubt, der Waller Frosch ist alt und klapprig oder gar zur alten Kröte mutiert, der wird eines besseren belehrt.
Kaum war der Kater überstanden und das Festzelt eingepackt, waren die Frösche schon wieder unterwegs. Spontan mit einer größeren Gruppe bei sehr flüssigem Wetter zum Wieltsee? Kein Problem. Und es wurde auch schon die nächste Froschwanderung geplant. Denn was ist denn schon ein Gewässer ohne ordentliche Froschpopulation. Der SC Blockland schrieb zum „Hammegrill“ aus und die Waller Bootsfahrer schlossen mit vielen Wellenbindern vom Fleet und Kajütbooten von der Anlage an.
Es gab Innovatives zu bestaunen. Z.B. unser erstes Schleusen-Buffett und klassische Wegspiele wie „Boote-Schachteln in der Schleusenkammer“. Herzlichen Dank an Conny und Anke für eure Mühe und das äusserst leckere Buffet, das von euch gespendet wurde.
Einen besonderen Dank möchte ich noch an unser Festwart-Team Lesum richten. Die Idee mit den Gladiatoren Spielen war schon genial. So haben sie doch extra einen Festmacher um ihren Propeller gewickelt, um dann die Badesaison im Osterholzer Hafen dieses Jahr zu beenden. Eindeutiger Sieger des Events war Holger, der sich das größte Stück Tampen ertauchte. Daumen hoch!
Anschließend spendeten Conny und Torsten Sekt und Bier vom Fässchen. Nach einem tollen Grill Buffet am Abend und einem stärkenden Frühstück am nächsten Morgen sind dann wieder alle heil in ihrem Heimattümpel angekommen.
Unsere verschobene Jahreshauptversammlung fand nun am 3.9.21 statt. 39 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend. Das Protokoll wurde verlesen und genehmigt. Unser geschäftsführender Vorstand ist entlastet und nebst erweiterten Vorstand bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im März in alter Konstellation einstimmig bestätigt worden. Die Kassenprüfer: Holger Wilcke und Richard Riedel
Zu guter Letzt noch Terminhinweise:
Fleet: 9.10.21 Einlagern
Lesum: 15.10. Halle klarieren/ Hilfsanleger Gestänge ausbringen, 23.-25.10 Einlagern Boote, 29./30.10 Einlagern Anlage
Keine Sorge, eure Arbeitsdienstleiter haben sicherlich noch zusätzlich die eine oder andere Aufgabe zu vergeben. Näheres dann wie üblich über Mail/WhatsApp. (A.D.)

Vereinsmitteilung September 2021:

Nun ist schon wieder September und an das Ende der Saison mag man noch gar nicht denken. Während dieser Bericht geschrieben wurde, befanden wir uns auf unserer Urlaubsrücktour auf dem Küstenkanal. Der Küstenkanal, dh. viel Zeit „Klarschiff“ zu machen, den laufenden Motor zu bewundern.. oder den Text für den Sportschipper schreiben. Es war Coronabedingt eine Inlandstour, wie bei vielen anderen auch. Eine schöne Ostfrieslandtour mit wenig Sommer, aber mit vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen mit manchmal kauzigen, aber immer sehr liebenswürdigen und hilfsbereiten Menschen. Auch hier sind die Waller Frösche allgegenwärtig. In Barssel wurde uns von einer wilden Horde von Wellenbinderfahrern berichtet, in Marcardsmoor lagen wir hinter dem frischverkauften Boot unseres Kassenwartes, in Surwold, als wir glaubten endlich mal unsere Ruhe zu haben, liefen schon wieder Frösche ein und von unserem letzten Urlaubshafen Elsfleth ganz zu schweigen… Horden von Fröschen! Unser Verein ist zwar schon 100 Jahre alt, aber immer noch rüstig unterwegs. Unsere Anlage Lesum hat mittlerweile nach längerem Provisorium nun auch wieder einen fest verlegten Energieanschluss. Den Genehmigungsbehörden, die sich denn auch endlich dazu durchringen konnten, uns grünes Licht zu geben, sei Dank. Am 21. August feierten wir im kleineren Rahmen unseren 100. Geburtstag. Da dies nach Redaktionsschluss stattfand, wird in der nächsten Ausgabe darüber berichtet.
Denkt an unsere Jahreshauptversammlung am 3.9.21, die um 19:00 Uhr beginnt und erscheint zahlreich. (A.D.)

Artikel im Weserkurier zur 100 Jahr Feier:

Hohweg. Ein nostalgischer Hauch von Jetset der 1960er-Jahre weht durch die Halle. Doch nicht für Rimini oder Saint-Tropez wurden die schicken kleinen Motorjachten mit ihren Decks aus hochglanzlackiertem honigfarbenen Mahagoni gemacht. Sie wurden in Bremen gebaut und tuckern meist gemütlich die Flüsschen und Kanäle der Stadt und der Region entlang. An den Steuerrudern sitzen Frösche. So nennen sich die rund 100 Mitglieder des Waller Wassersport-Vereins, der in diesem Monat sein 100-jähriges Bestehen feiert – im gebotenen kleineren Kreis. Viel lieber hätte man viel mehr Gäste auf die große Vereinwiese am Waller Fleet eingeladen und ihnen das Waller Frosch-Paradies gezeigt – damit sie möglichst viele davon Lust bekommen, selbst zum Frosch zu werden.
Für Aufsehen sorgen die liebevoll restaurierten Oldtimer an den hanseatischen Küsten allemal. „Die Leute gucken immer“, sagt Klaus Windhorst, Frosch seit mehr als 50 Jahren, und stolzer Besitzer eines picobello gepflegten Wellenbinders, der vor rund 60 Jahren in der Aumunder Werft von Nikolaus Meyer entstand. Es ist ein kleiner Traum von einem Boot, den sich der 69-jährige erfüllt hat. In einem Fahrzeug dieses Typs ging es in seiner Kindheit die Weser hinauf Richtung Vegesack, um nach fast dreistündiger Reise am Ritzenbütteler Sand anzulegen. Mit an Bord war nicht nur die vierköpfige Familie Windhorst, sondern auch alles, was man für einen Campingurlaub brauchte. Die Kreuzfahrt der kleinen Leute, „das war immer ein richtiges Abenteuer“, sagt der Kapitän, der in der Waller Feldmark aufgewachsen ist. Er erzählt, dass er schon als kleiner Pöks sonntags auf der Brücke am Fährwiesenweg stand, und die heimkehrenden Boote erwartete. „Für uns Kinder war das immer spannend“, erinnert sich der langjährige Vereinsvorsitzende.
Der „Wassersportverein Waller Fleet“ wurde am 21. August 1921 in der ansässigen Gaststätte Becker gegründet, heißt es in der Vereinschronik. Die neun Gründungsmitglieder waren Handwerker, Arbeiter und kleine Beamte aus dem Stadtteil. Schon wenige Wochen später besaß der Verein ein eigenes Bootshaus. Die Holzbaracke, so erzählen es die Annalen, war einer Siedlergemeinschaft aus dem Teufelsmoor abgekauft, und von den Mitgliedern abgebrochen, auf Pontons verladen, übers Wasser transportiert, und auf einem Schuttabladeplatz etwa in Höhe Akazienweg wieder aufgebaut worden. Der Frosch wurde schnell zur liebevollen Selbstbezeichnung und zum Wappentier des Vereins, weil die grünen Amphibien am Fleet außerordentlich zahlreich und lautstark auftraten. Innerhalb weniger Jahre überstieg die Mitgliederzahl die Hundertermarke. Doch es dauerte nur wenige Stunden, bis der Verein wieder alles verlor. Nach den Bombenangriffen vom 8. August 1944 waren vom Wassersportverein Waller Fleet nur noch zwei Bombentrichter, etliche Phosphorkanister und verkohlte Bootskörper übrig geblieben.
Die Frösche spuckten in die Hände und begannen mit dem Wiederaufbau ihres Vereins, der sich 1948 mit der Wassersportabteilung des TuS Walle zusammenschloss, und fortan unter dem Namen Waller Wassersport-Verein auftrat. Nach anderthalbjähriger eigenhändiger Arbeit konnte im August 1953 das 600 Quadratmeter große neue Bootshaus an seinem jetzigen Standort am Wiesenweg 1 eingeweiht werden. Der Klubraum dient seit 1968 als Wohnzimmer und Festsaal, die große Außenanlage ist der gemeinsamer Garten für die Vereinsmitglieder. Zum 10.000 Quadratmeter großen Grundstück gehörte auch eine Schafweide. Sie wurde 1963 in Parzellen aufgeteilt, die bis heute von älteren Vereinsmitgliedern bewirtschaftet werden. 1978 wurde auf einem Grundstück an der Lesum ein zweites Bootshaus mit Klubhaus eingeweiht, für das der Vorsitzende Jens Philippi zuständig ist.
In der Halle am Fleet und im kleinen angrenzenden kleinen Hafen liegen die Kanus, Kajaks, Motor- und Segelboote der Mitglieder, sofern sie nicht gerade privat oder in der Gruppe unterwegs sind auf Freizeitfahrten, Gruppentouren oder Regatten. Das älteste Vereinsmitglied ist noch mit Mitte 80 im Motorboot aktiv, den 80. Geburtstag überschritten hat auch das Ehepaar, das sich regelmäßig mit Paddeltouren fit hält, erzählt Windhorst. Mit den jungen Fröschen sei es aber so eine Sache, sagt Heiko Kierholz, der die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins verantwortet. „Der Nachwuchs hat den Wassersport nicht so auf dem Zettel.“ Dabei habe doch gerade die Pandemie gezeigt, wie wertvoll die Bewegung an der frischen Luft und der Aufenthalt in der Natur sei, und hier liege der umweltschonende Urlaub quasi vor der Haustür. „Es ist einfach schön hier. Die Ruhe auf dem Wasser ist Erholung pur“, schwärmt der gebürtige Düsseldorfer, der den Wassersport zu Studentenzeiten für sich entdeckt hat. „Unterwegs gibt es immer so viel zu beobachten. Man sieht die Welt aus einer ganz anderen Perspektive. Und Abenteuer kann man auch hier erleben.“ (Anke Velten)

Vereinsmitteilung August 2021:

Es ist August und nun nähert sich unser 100 jähriges Jubelfest.
Am 21.8. ist es dann soweit. Die Corona Inzidenzen erlauben nun die geplante kleine Feier am Bootshaus Fleet. Nach dem offiziellen Empfang treffen wir uns alle ab Nachmittag zum gemeinsamen Spanferkelessen und Klönschnack bei hoffentlich schönstem Augustwetter. Näheres vom Festausschuss per Mail und Aushang. Das große Fest soll ja im November 2022 im festlichen Rahmen stattfinden.
Die Anlage Lesum hat weitere neue Stegbeläge bekommen, die Grünanlage um unser Clubhaus sieht ordentlich gepflegt aus und unser neuer Zaun, der ja im Februar Opfer eines umgestürzten Baumes wurde, ist nun auch wieder aufgestellt. Die Steganlage ist wie üblich um diese Zeit urlaubsbedingt eher leer. So soll es ja sein. Gute Fahrt allen Urlaubern!
Unser Ehrenvorsitzender hat es auch wieder geschafft sein Boot zu wechseln 😉 Wir gratulieren zum neuen „Luxustuckerboot“ und wünschen allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Mögt ihr noch lange Spaß damit haben. Quak, Quak Quak Am Fleet laufen die Vorbereitungen für die 100 Jahr Feier auf vollen Touren. Von Innen und Außen erstrahlt das Vereinshaus und der Bootsschuppen in frischem Glanz. Herzlichen Dank allen Vereinsmitgliedern für die tatkräftige Unterstützung. Für den letzten Schliff ist noch einiges zu tun und wir möchten an euer weiteres Mitwirken zum Gelingen der Festlichkeiten appellieren. Aber auch das Bootsfahren kommt nicht zu kurz. Nach dem schleppenden Saisonstart können jetzt wieder Tagestouren und sogar Urlaubsfahrten ins ‚Feenland’ unternommen werden. Wir wünschen allen Urlaubern eine gute Erholung und den Bootsfahrern eine handbreit Wasser unterm Kiel.
Zu guter letzt sei auf unsere verspätete Jahreshauptversammlung hingewiesen, die am 3.9. um 19 Uhr im Bootshaus Fleet stattfinden wird. Bitte erscheint zahlreich! (A.D.)